Dienstag, 21. Februar 2012

Stromversorger erhöhen Preise wegen gestiegener Netzentgelte

Mittelstand und Privathaushalte kommen für Großindustrie auf

Berlin, 21. Februar 2012 – Zum 1. März erhöhen 91 Versorger ihre Preise für Haushaltsstrom, zum 1. April weitere 62. Bereits in den Vormonaten hatten über 200 Grundversorger Preissteigerungen verkündet, so das Stromvergleichsportal Verivox. Im Durchschnitt nehmen die Preise um rund 3,4 Prozent zu. Einigen Versorgern dient der Ausbau der Erneuerbaren Energien als Begründung für Erhöhung, obwohl die EEG-Umlage im Vergleich zu 2011 nur um 0,06 Cent je Kilowattstunde gestiegen ist. „Wenn Energieversorger die Preise aktuell anheben, lässt sich das nicht auf die Erneuerbaren Energien schieben“, sagt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Neben betriebswirtschaftlichen Gründen liegt es an steigenden Beschaffungskosten für fossile Energieträger und vor allem an steigenden Netznutzungsentgelten.“ Davon betroffen sind besonders Privathaushalte und der Mittelstand, die – im Gegensatz zur energieintensiven Industrie – nicht bei den Netzentgelten begünstigt sind.

Mit dem Netzentgelt wird die Nutzung des Netzes abgegolten. Das Prinzip: Die Stromverbraucher, die das Netz in Anspruch nehmen, kommen für die Infrastruktur auf. Demnach müssten Verbraucher mit einem hohen Stromverbrauch mehr Netzentgelte zahlen. Dieser Grundsatz ist jedoch seit August 2011 aufgehoben. Die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) regelt, dass Großstromverbraucher von der Zahlung der Netzentgelte zu einem großen Teil befreit sind. Dieses Privileg hatte die Regierung der energieintensiven Industrie im Zuge des Atomausstiegs zugebilligt, um die im internationalen Wettbewerb stehenden Unternehmen zu entlasten. Nun gilt: Wer viel Strom verbraucht und daher die Netze intensiv nutzt, kommt nicht mehr für deren Instandhaltung auf. „Selbst vor dem Hintergrund, den Industriestandort Deutschland schützen zu wollen, wirkt es bizarr, dass der Mittelstand und Privathaushalte allein für die Kosten aufkommen müssen“, bilanziert Vohrer. Eben diesen stehen in den kommenden Wochen Strompreiserhöhungen ins Haus.


Erneuerbare Energien dämpfen den Börsenstrompreis

Kostensenkend wirken hingegen die Erneuerbaren Energien auf den Strompreis an der Strombörse. Der Bundesverband Erneuerbare Energie hat die Entwicklung der vergangenen Monate an der Strombörse ausgewertet und kommt zu dem Schluss: Der Preis am Spotmarkt (Baseload) lag im windreichen Dezember maximal bei 50 Euro pro Megawattstunde und war damit rund 15 Euro günstiger als in den Vormonaten. Gesunken sind auch die Kosten für Terminkontrakte für die nächsten drei Jahre (Futures). Sie haben sich unter dem Vor-Fukushima-Niveau eingependelt.

Von diesem Effekt haben Privatpersonen allerdings kaum etwas, da die Stromversorger die gesunkenen Beschaffungskosten nur selten bzw. nur teilweise und zeitverzögert an ihre Kunden weitergeben. Lediglich Industrieunternehmen, die ihren Strom an der Börse kaufen und gleichzeitig über die „Besondere Ausgleichsregelung“ weitgehend von der EEG-Umlage befreit sind, profitieren vom günstigen Börsenstrompreis durch Erneuerbare. „Die energieintensive Industrie erlebt also schon heute die Vorteile der Erneuerbaren“, so Vohrer. „Sie hat also einen dreifachen Nutzen: Niedrige Börsenstrompreise, kaum EEG-Umlage, kaum Netzentgelte – so langsam fehlt der Drohung von der Deindustrialisierung Deutschlands jedwede Grundlage.“




Druckfähige Grafiken finden Sie im Internet unter:

http://www.unendlich-viel-energie.de/de/detailansicht/article/224/stromversorger-erhoehen-preise-wegen-gestiegener-netzentgelte.html

Weitere Informationen:

Bundesverband Erneuerbare Energie: www.bee-ev.de

Verivox: www.verivox.de

Kontakt:
Agentur für Erneuerbare Energien
Alena Müller
Pressereferentin
www.unendlich-viel-energie.de

Montag, 20. Februar 2012

Politische Diskussionkultur nach der Digitalen Neolithischen Revolution 2011

Zur Politische Streitkultur nach der Digitalen Neolithischen Revolution des Jahres 2011:

Mir ist aufgefallen:

1. dass es in der Politischen Diskussion eine erhebliche Diskrepanz zwischen IST-Analyse und SOLL-Konzept gibt,

2. das Menschen, die in der Sache die gleiche Sachkenntnis haben, nicht miteinander reden können, weil sie unterschiedliche Werte-Systeme und sehr weit entfernte Wahrnehmung von Leben und Wirklichkeit haben. So passiert es, dass man gegeneinander redet oder gar nicht mehr redet, bevor man miteinander redet.

3. das viele Menschen "Kampf" als Lebensmetapher haben was leider zu oft nötig ist.
Was es aber im Vergleich zu früheren Epochen unserer Zivilisation und Evolution schwierig macht, den "Gegner" zu sehen, erkennen und sich adäquat zur realen Situationen zu verhalten. Dass diese sich oft von der emotionalen Bewertung und medialen Kommunikation sehr unterscheidet, sollte man mittlerweile bemerken können.

4. dass viele Menschen nicht wissen, wo auf der Skala zwischen Macht und Ohnmacht in ihrer eigenen Selbstbestimmung und Interessen Wahrnehmung sie sich gerade befinden.

Das ist schon länger so ein "21stes Jahrhundert" Ding, aber durch soziale Netzwerke wie Facebook wird das gerade sehr transparent. Das müsste eine reiche Fundgrube für Soziologen und Kulturanthropologen sein.


Sonntag, 5. Februar 2012

Psychische Dispositionen einer Täterschaft der Mitnahmeeffekte und der Mitleidsverkümmerung

Für das meiste was ich in den letzten 12 bis 36 Monaten in meinem persönlichen Umfeld erleben und ertragen musste, finde ich in diesem Buch Erklärungen:



In seinem neuen Buch untersucht Aly die psychischen Dispositionen einer Täterschaft der Mitnahmeeffekte und der Mitleidsverkümmerung. Was befähigte die Deutschen, skrupellos zuzugreifen und ungerührt zuzusehen? 


sowie:

Wenn die Ursachen des Antisemitismus zu einem Gutteil in der sozialen Mentalitätsgeschichte liegen, dann können sich Katastrophen wie der Holocaust "der Struktur nach" unter ähnlichen Umständen wiederholen, siehe den Mord der bäuerlichen Hutu an der gebildeten Tutsi-Minderheit oder den Völkermord der vergleichsweise rückständigen Türken an den agilen, geschäftstüchtigen Armeniern.

 Die Menschen von heute sind nicht so völlig anders als die Antisemiten von gestern.  Diese eindringliche Mahnung von Götz Aly ist auch im Sinne einer Prävention zu verstehen. 


und:

Träge Deutsche, rege Juden und das Gift des Neides: Götz Aly über die Vorgeschichte des Holocaust.
Warum die Juden? Warum die Deutschen? Diese beiden Fragen harren seit 1945 einer Antwort. Götz Aly gelangt in seinem neuen Buch zu verstörenden Einsichten.

Er beschreibt Fortschrittsscheu, Bildungsmangel und Freiheitsangst so vieler christlicher Deutscher während des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dagegen begeisterten sich die deutschen Juden für das Stadtleben, für höhere Bildung; sie wussten die Chancen der Moderne zu nutzen. Die trägen Nicht-Juden sahen ihnen mit Neid und Missgunst hinterher.

Aus Schwäche erwuchsen zuerst Sehnsucht nach kollektiver Stärke, dann Rassendünkel und am Ende mörderischer Antisemitismus. Götz Aly ermöglicht es, den Holocaust als Teil der deutschen Geschichte zu verstehen.


Die Einzige Lösung: Ich werde eine Bank gründen, Milliarden Schulden machen und dann ich lass ich mich retten. Menschen interessieren in diesem Land ja keinen.

Und die Lüge vom Human Kapital kann ich dann wohl wohl unter Kapitalvernichtung abbuchen.


Siehe auch:


Schreibtischtäter - 70 Jahre Wannsee Konferenz
http://phasenraum.blogspot.com/2012/01/schreibtischtater-70-jahre-wannsee.html


Was ist Erfolg - Was ist Karriere?


Pharmageddon



Vorratsdatenspeicherung und Finanztransaktionssteuer

Freitag, 3. Februar 2012

Why Stop ACTA?

My own Reasons and Arguments for Stopping ACTA are these:

I am working as IT Professional with Open Source Software for 14 years now and I am angry about the #ACTA Attack to our basic civil rights

I work with extra ordinary competent people in IT and Internet Business for 14 years now and my experience forces me to work against #ACTA

Those who talk about #content and #copyright should better develop #Business Models like Steve Jobs instead an insane step backwards

You cannot stop the transformation of our civilization powered by infrastructure like internet. To Destroy what you fear is not good.

Transformation of civilization forced by climate change, peak oil, #fukushima, finance crisis etc needs Migration Path Internet but not #ACTA

We need copyright laws for 21st not 19th century to avoid one of the paths to civilization collapse. We don't need to feed the greed #ACTA

Internet teaches us competence for smart grids in energy supply, our mobility, logistics, water by sharing time, skills and workload

Those who want #ACTA fear the change towards a better life and want to continue the path to hell and high water. We must stop this path now!

Internet consumes 8% of electrical power worldwide but delivers an ecosystem of technology & competence to solve 21st century issues.

Internet based Business gives work and bread to many people. No good idea to destroy this just to feed the greed. So help to stop #ACTA

Too many talented and much-needed people get lost in fucking death march projects caused by greed, incompetence and abused power.

Stop #ACTA!